Gepostet am Juli 2nd, 2010
Dieser Text ist ein Fragment aus einem Traum, den Etherianus träumte. Es ist ein Traum von seinem ersten Leben, oder auch seinem zweiten, in dem er zum Krieger der Amina ausgebildet wurde.
Diese Ausbildung ist sehr langwierig, und es gibt nur wenige Aminer, die diese Ausbildung in einem einzigen Leben bis zum anerkannten Krieger tragen können…
“Aber was ist ein Krieger wert, der niemals kämpft? Wie kann er jemals den Sieg erringen?”
“So höre, junger Etherianus, und beantworte mir zuerst diese Frage: Was ist das, den Sieg erringen?” Mehr lesen »
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Gepostet am Dezember 28th, 2009
Da drüben, etwas weiter, als Du gucken kannst – nein, weiter links! Da lebten die Schneeballtrolle. Sie waren viel kleiner als Du, und auch, wenn es Trolle waren, war dieses lustige Völkchen ein lachender Haufen witziger Gesellen.
Nun hiessen die Schneeballtrolle so, weil sie am liebsten mit Schneebällen werfen. Und da, wo sie lebten, gab es wirklich haufenweise Schnee. Und weil das so ist, weil da viel Schnee lag, wussten die Trolle auch ganz genau, wie gute Schneebälle gemacht werden. Sie kannten bestimmt dreihundertvierundzwanzig Arten, einen Schneeball zu rollen, zu pressen, zu wickeln und zu stückeln und ich weiss nicht wie sonst noch.
Und jedes Jahr zum Trappelfest trafen sich alle Schneeballtrolle zu einer rieeeeeesengrossen tollen Schneeballschlacht, und das liess sich wirklich KEIN Troll entgehen. Da war siebenundzwanzigeinhalb Tage lang ein grosses Fest mit den köstlichsten Gefrorenheiten, die Du Dir vorstellen kannst. Gekocht wurde da nämlich nicht, denn die Trolle kannten zwar Feuer (warum, wenn Du Dich das fragst, erzähle ich Dir noch), aber das schmilzt Schnee, und das mochten die Trolle üüüüüüberhaupt nicht leiden. Und etwas Warmes zu essen, das kam ihnen seeeehr verdächtig vor. Also gab es wunderbare Eistorten, Eissuppen, Schneekuchen, Frostkekse und natürlich Eis in allen möglichen Farben und Geschmäckerchen und noch viel mehr, was ich garnicht alles aufzählen kann.
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Gepostet am Dezember 26th, 2009
Da war einmal ein kleiner Zauberkasper, den hatte vor vielen Jahren ein Puppenmacher mit viel Liebe und Geduld gemacht, weil er schon alt war, der Puppenmacher. Es war ein Puppenmacher der alten Schule, einer von denen, die noch richtige Puppen machen konnten, solche, die lebendig waren und mit den Kindern sprachen, denen sie gehörten. Solche, die alle Geheimnisse teilten und zuhörten, wenn es galt, bei einem Missgeschick zu trösten oder sich mit den Kindern zu freuen, wenn sie etwas schönes erlebt hatten.
Kurzum, der Puppenmacher war schon alt, und nach der Tradition musste jeder Puppenmacher, der etwas auf sich hielt, einmal im Leben einen richtigen Zauberkasper machen.
Ein Zauberkasper ist nicht nur eine Puppe, nein. Ein Zauberkasper ist ein richtiger Freund, treu bis in die Ewigkeit und geduldig, für jeden Spass zu haben, immer neckische Spiele bei der Hand, kleine Spassmacher, die mit einem lachen, aber auch tröstende Freunde, die richtig gut zuhören können und mit dir weinen, wenn du traurig bist, und dich danach wieder aufheitern mit ihren Spässen.
Hart im nehmen sind sie, denn so ein richtiger Zauberkasper, der kann auch was einstecken, wenn du wütend bist. Der ist dir auch nicht böse, wenn du ihn mal in die Ecke wirfst oder im dunklen Schrank einsperrst. Der wartet, bis du wieder gute Laune hast und kitzelt dich dann, bis du keine Luft mehr kriegst.
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Gepostet am Dezember 26th, 2009
Zu keiner Zeit, irgendwo zwischen hier und weit, weit weg, gibt es ein Land, in dem unzählige flüsternde Blumenwiesen leben und atmen.
Sie erzählen dir Geschichten aus fernen Ländern, von grossen Helden, von romantischen Liebesaffären, von freundlichen Menschen und herzlichen Taten. Die Menschen dort träumen in diesen Wiesen, sie lassen sich entführen von den Geschichten, entführen in ihre Träume und Fantasien.
Ein Zaberer hat diesem Land die flüsternden Blumenwiesen geschenkt. Dort war es nicht immer so ruhig und friedlich, und die Menschen waren nicht immer so glücklich gewesen wie jetzt.
Einst glaubten die Menschen nicht an Zauberer, an Magie, oder an Zwerge, Elfen, Riesen, Trolle, Drachen oder verwunschene Wälder. Doch sie kannten Unruhe, Hektik, Boshaftigkeit, Misstrauen und Lügen.
Denn ihr König, ein verhärmter alter Mann, war unzufrieden mit sich selbst und der Welt und den Menschen, die darin lebten. So erliess er Gesetze, die die Bürger einengten, die sie ducken sollten und die möglichst viel Spass und Freude am Leben und der Umwelt nehmen sollten.
So drufte niemand bei Sonnenauf- und Untergang im Freien sein, um diese anzusehen und sich daran zu erfreuen. Niemand durfte tagsüber in die Wälder, um den Vögeln bei ihrem Gesang zu belauschen, niemand durfte Blumen pflücken und sie verschenken. Überhaupt waren Geschenke nur zu ganz wenigen Anlässen und nur sehr wenigen Menschen erlaubt. Wer es dennoch tat und erwischt wurde, der wurde eingesperrt. Dem wurde fast der gesamte Besitz genommen. Und wenn er Pech hatte und der König sehr übellaunig war, dann nahm man ihm sogar das Leben.
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Gepostet am Dezember 26th, 2009
Da stand mal einer, mitten auf dem Feld, und träumte vor sich hin. Das war so einer, der nie etwas erreicht hatte. Der nie etwas aus seinem Leben gemacht hatte, der nichts konnte, der nichts ernst nahm und einfach so in den Tag hinein lebte, und von dem keiner wusste, wo er hergekommen war.
Die anderen redeten nicht gut über ihn, weil er so ein Taugenichts war, ein Tagedieb, noch nicht mal ein Tagelöhner. Der schlief im Wald, wenn es Sommer war, und schlich sich in die Scheunen im Winter. Manchmal konntest Du ihn im Regen tanzen sehen, ganz nackt, und der schämte sich noch nicht mal, so einfältig war der.
Trotzdem wurde er geduldet, weil er mit den Kindern spielte, und so manche Handreichung bei der täglichen Arbeit machte, die sonst keiner machen wollte. Und er hatte ja keinem was getan, ausser, dass er manchmal um Essen bettelte. Aber er verlangte nie einen Lohn oder einen Dank, wenn half, und er half, ohne dass ihn einer fragen musste. Ein komischer Kauz eben, den man zwar grüsste, aber sonst nicht viel mit ihm zu tun hatte.
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Kategorie: Fantasy | Tagged: Drachen, Etherianus, Fa Áchior Ak Élchém, Fantasy | No Comments »
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